Wohin mit der Holzkohlenasche und anderen Grillresten?

Nach einer gemütlichen Feier am Holzkohlengrill entsteht die Frage, wo die Reste richtig entsorgt werden. Hier einige Hinweise für Sie:

Grillkohle erst im erkalteten Zustand im Restmüll entsorgen

Die erkaltete Asche gehört in den Restabfallbehälter, nicht in die Biotonne! (Hinweis: Für schuldhaft verbrannte Behälter muss der Nutzer kostenpflichtig aufkommen.)

Warten Sie daher einige Stunden nach dem Grillen ab und prüfen Sie, ob die Kohlenreste und die Asche tatsächlich kalt sind.

Auch wenn die Kohlenasche inzwischen kalt ist, sollten Sie sie nicht einfach so in den Restabfallbehälter werfen (wegen der Verklumpung und Verschmutzung im Behälter). Nehmen Sie stattdessen einen kleinen Müllbeutel und füllen Sie die kalte Kohlenasche und die vollständig erkalteten Grillkohlenreste hinein. Erst dann sollten Sie Asche und Grillkohlenreste in den Restmüll geben.

Hinweis: Das Umweltbundesamt informiert, dass Holzkohlenasche für Garten und Kompost nicht oder allenfalls nur in sehr geringen Mengen geeignet sei. Schwermetalle aus der Luftverschmutzung, die von den Bäumen aufgenommen wurden, seien in der Asche konzentriert vorhanden und würden sich dann in Obst und Gemüse wiederfinden. Dazu kommen organische Schadstoffe wie Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK),  die bei der unvollständigen Verbrennung im Grill entstehen. Viele von ihnen wirken krebserregend.

Speisereste gehören nicht auf den Komposthaufen

Speisereste wie Knochen und stark gewürztes Fleisch sind nichts für den Komposthaufen. Besitzen Sie eine Biotonne, dürfen Sie die Speisereste dort entsorgen, ansonsten gehören derartige Speisereste in den Restabfallbehälter.

Vorsicht bei kompostierbarem Einweggeschirr

Manch einer verwendet  statt des Bestecks oder Geschirrs aus Plastik lieber welches aus Bambus, Zuckerrohrfasern oder Palmblättern. Doch Vorsicht! Auch wenn von verschiedenen Herstellern auf der Produktverpackung versprochen wird, dass dieses Geschirr biologisch abbaubar sei, über die Biotonne darf es nicht entsorgt werden. Der Zersetzungsprozess dauert zu lang.

Außerdem warnen Verbraucherzentralen in Deutschland davor, dass beispielsweise das Bambusgeschirr zusätzliche Kunststoffe enthält, die gesundheitsschädlich sein können. Daher gehört das vermeintliche Bio-Einweggeschirr in den Restabfallbehälter.

Mehrweg ist besser

Benutzen Sie lieber Mehrwegbesteck und -geschirr. Bieten Sie Getränke aus Mehrwegflaschen oder -fässern an.