Schild: Fragen (durchgestrichen) und Antworten

Wenn es aufgrund von mehreren Krankheits- und Quarantänefällen in unserem Entsorgungsunternehmen zu personellen Engpässen kommen sollte, wird die Entsorgung, ausgerichtet an den Anforderungen des Gesundheitsschutzes für die Bevölkerung, wie folgt priorisiert:

  • Dicht besiedelte Gebiete haben Priorität vor dünn besiedelten Entsorgungsgebieten.
  • Bei den Abfallarten wird zuerst der Restabfall (damit sind nicht die krankenhausspezifischen Abfälle gemeint!) aus Krankenhäusern, Arztpraxen (einschließlich Tierarztpraxen) sowie Pflegeheimen entsorgt. Anschließend werden der Rest- und Bioabfall aus Haushalten, dann Wertstoffe und Papier und schließlich Sperrmüll entsorgt.

Das Übertragungsrisiko über den Abfall aus Haushalten ist nach bisherigem Wissensstand als gering einzustufen. Sofern nicht andere Erkenntnisse vorliegen, gilt für den Abfall aus Haushalten von erkrankten, infizierten und in Quarantäne befindlichen Personen, vorbeugend auch ganz allgemein:

  • Hygieneabfälle wie Taschentücher etc. gehören nicht in den Papier- oder Bioabfall, sondern in den Restabfall.
  • Solche Abfälle zunächst in eine Plastiktüte geben und diese zuknoten, bevor sie in den Restabfall geworfen wird.

Es ist davon auszugehen, dass die Abfallmengen, die in Haushalten anfallen, durch die momentanen Verhaltensänderungen (zu Hause essen und Online-Bestellungen, die in der Regel abfallintensiver sind) zunehmen werden. Daher bitten wir Sie umso mehr, Abfall zu vermeiden, wo es geht.

Folgender Umgang mit Abfällen gilt immer, ist jedoch derzeit besonders wichtig:

  • Das Abfallvolumen verringern: zum Beispiel Tetra Paks, Verpackungen, Kartons (etwa von Online-Bestellungen) vor dem Wegwerfen zusammenfalten.
  • Bei Verpackungen: Speisereste aus Verpackungen entfernen.

Dringende Bitte:

Da viele Menschen gerade zu Hause sind, nutzen sie die Zeit, um zu entrümpeln. Die Wertstoffhöfe haben ein verstärktes Besucheraufkommen verzeichnet. So nachvollziehbar es ist, die Zeit jetzt für einen Frühjahrsputz zu nutzen, bitten wir Sie, die Entsorgung der anfallenden Abfälle auf einen späteren Zeitpunkt zu verlagern. Abfälle dürfen auf keinen Fall im öffentlichen Straßenraum, zum Beispiel vor Wertstoffhöfen, abgelagert werden.

  • Abfälle, die sich lagern lassen, für einige Zeit nicht entsorgen. Dazu gehören zum Beispiel Papier, Flaschen, Sperrmüll und Grünschnitt.
  • Abfälle so entsorgen, dass möglichst wenig verderbliche Speisereste darin sind. So können – auch bei vorübergehenden Einschränkungen der Entsorgung – die Abfälle länger lagern, bevor sie anfangen zu stinken und eine Hygienegefahr darstellen.
  • Abfälle nicht neben die Tonnen stellen, insbesondere keine organischen Abfälle oder gar Hygieneartikel.

Da viele Menschen pandemiebedingt gerade zu Hause sind, nutzen sie die Zeit, um zu entrümpeln. Die Recyclinghöfe haben in den vergangenen Tagen ein verstärktes Besucheraufkommen verzeichnet. So nachvollziehbar es ist, die jetzige Zeit für einen Frühjahrsputz zu nutzen, bitten die kommunalen Entsorger, diese Arbeiten bzw. die Entsorgung der anfallenden Abfälle auf einen späteren Zeitpunkt zu vertagen.

 

Das hat im Wesentlichen zwei Gründe:

 

Zum einen sind die Wertstoffhöfe aktuell so stark frequentiert, dass teilweise der gebotene Abstand zwischen den Mitarbeitenden und den Kunden sowie auch zwischen den Kunden selbst nicht mehr gewahrt werden kann. 

 

Zum anderen ziehen Abfallwirtschaftsbetriebe im Rahmen der vorausschauenden Personalplanung in Krisenzeiten Personal von Recyclinghöfen ab, um diese gemäß der Notfall-Priorisierung gesichert für die Sammeltouren einsetzen zu können. Genau dies ist Bestandteil vieler Notfallplanungen, die die Betriebe erarbeitet haben. Sie bereiten sich dabei auf den Fall vor, dass wegen Krankheits- oder Quarantänefällen viele Mitarbeiter*innen ausfallen.

 

Denn oberste Priorität der Betriebe ist gerade in diesen Zeiten, die Entsorgung von medizinischen Abfällen sowie von hygienisch risikobehafteten Rest- und Bioabfällen aufrechtzuerhalten, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern.