Blumenschmuck korrekt entsorgen

Valentinstag, Ostern, Muttertag – Blumenschmuck ist beliebt. Doch Vorsicht! Bei der Entsorgung der verwelkten Blumenpracht ist darauf zu achten, keine Kunststoffteile, Drahtgebinde oder Keramikfiguren mit in die Biotonne zu geben. Derartige Dekorationselemente gehören in den Restabfallbehälter.

Blumen durchlaufen einen speziellen Entwicklungszyklus: erst die Keimung, dann das Wachstum bis hin zur Blüte, dem Höhepunkt ihres Wirkens. Anschließend beginnen Zerfall und Zersetzung als Kreislauf der Natur, wobei die Nährstoffe für neues Wachstum erhalten bleiben. Dieser natürliche Prozess, welcher gerade bei schnell vergänglichen Schnittblumen gut zu beobachten ist, wird durch den Wurf in die Biotonne und anschließender Kompostierung vollendet. Mit dem Kompost beginnt der Zyklus nun von vorne. Er steht als Dünger und Substrat für neues Wachstum bereit.

Voraussetzung für guten Kompost ist, das Biogut zu trennen. Denn jede Verunreinigung mit Fremdstoffen muss in den Kompostieranlagen aufwändig entfernt werden.

Besonders problematisch ist es, wenn Blumensträuße künstliche Elemente enthalten, die nicht sofort als solche erkennbar sind. Eingearbeitete Kunststoffdeko wie rote Herzen zum Valentinstag sind offensichtlich. Doch beispielsweise die Kunststoffschnur, die das Blumengebinde zusammenhält, und der Steckschaum werden oft mitsamt des verwelkten Grüns in der Biotonne entsorgt.

Besondere Vorsicht gilt auch bei kleinen Glitzersteinchen und Sprühfarben. Sie sind zu fein, weshalb sie die Maschen beim Absieben der Fremdstoffe passieren und im finalen Produkt, also im Kompost, landen.

Daher sollte bei der Entsorgung von Blumen und Pflanzen darauf geachtet werden, dass wirklich ausschließlich natürliches organisches Material in die Biotonne gelangt. Im Zweifel sind nicht trennbare Materialmixe über den Restabfallbehälter zu beseitigen.